Leserbrief

Betrifft:

Kein @mtsweg (computerwelt Nr. 18)

Mit Interesse habe ich den Beitrag »Kein @mtsweg in die Amtshäuser« gelesen. Am Ende des Artikels konnte ich lesen, dass die Wirtschaft sehr wohl mit elektronischem Service punkten kann, die Behörden aber als unbeweglich gelten. Ich kann diesen Punkten zustimmen, möchte aber Beispiele liefern, die zeigen, dass auch Gemeinden durchaus mit Service punkten. So können zum Beispiel in der Gemeinde Micheldorf (www.micheldorf-hirt.at) die Kommunal- und Fremdenverkehrsabgabe-Erklärung elektronisch eingebracht werden. Mülltonnen und Hunde können an- und abgemeldet werden und eine Reihe weiterer elektronischer Formulare stehen zur Verfügung. Darüberhinaus können Abgabepflichtige aber auch die Kontostände, offene Posten und Abgabenübersichten online einsehen. Gemeinderäten stehen die Protokolle und Einladungen der Ausschüsse, in denen sie aktiv sind, zur Verfügung. Nicht nur Micheldorf sondern auch die Stadtgemeinde Radenthein bietet dieses Service ihren Bürgern und Betrieben. Möglich wird dieses spezielle Service durch den Einsatz von www.kommunalweb.at. Kommunalweb erweitert die Möglichkeiten der Gemeindehomepage in wesentlichen Punkten, da kommunalweb mit authentifizierten Teilnehmern arbeitet. Der Bürger beziehungsweise Betrieb muss sich bei kommunalweb anmelden, um die für ihn vorgesehenen Informationen betrachten zu können beziehungsweise spezielle Services abrufen zu können. Hier spielen natürlich die von Ihnen angesprochenen Punkte bezüglich einer digitalen Signatur mit hinein. Dieser Punkt ist momentan noch nicht realisiert da wir kommunalweb nicht ausschließlich auf einen Personenkreis beschränken wollen, der über ein Zertifikat verfügt. GEMsoft will als Anbieter von Gemeindesoftware mit kommunalweb eine Basis schaffen, die den Gemeinden die Möglichkeit gibt das Online-Service zu steigern, wobei ein wesentlicher Punkt die Administration der Services und Informationen für den einzelnen Bürger/Betrieb ist.

Wir arbeiten daran, kommunalweb in einer ganzen Region einzusetzen und auch Schnittstellen zu übergeordneten Behörden zu schaffen. Wir planen Ende Juni eine Veranstaltung zum Thema Verwaltung online abzuhalten. Wir möchten eine umfassende Betrachtung dieses Themenbereichs liefern, da sich die Ideen dazu nicht nur in den Köpfen einiger weniger Interessierter sammeln müssen, sondern auch den Bürgern und Betrieben nahe gebracht werden müssen.

DI Michael Stark

GEMsoft-Software für Gemeinden

© 2001 by IDG Communications Österreich